Google Design Sprint

Der Google Design Sprint wurde von Google Ventures entwickelt. Der Sprint ist ein Prozess in fünf Phasen, der Design Thinking nutzt, um schnell neue Produktkonzepte zu entwickeln und mit Nutzern zu testen. Mittlerweile nutzen unzählige Firmen in vielen Branchen diesen Prozess, um schneller Feedback auf Prototypen zu enthalten.

„Der Sprint ist ein fünftägiger Prozess zur Beantwortung kritischer Geschäftsfragen durch Design, Prototyping und Testen von Ideen mit Kunden.“ In vielen Fällen bedeutet dies eine Möglichkeit, eine Form des digitalen Projekts zu definieren und einzuleiten.

Google hat einen hochgradig strukturierten fünftägigen Prozess mit Aktivitäten entwickelt, die für jeden Tag definiert sind, um den Teilnehmern zu helfen, umsetzbare Lösungen für ihre Projekte zu finden. Ein typischer Designsprint läuft wie folgt ab:

Montag: Die Gruppe arbeitet mit Experten aus dem gesamten Unternehmen zusammen, um das ultimative Ziel des Sprints zu identifizieren und die Herausforderung für die Woche zu planen.

Dienstag: Das Team beginnt, eine Vielzahl von Lösungen zu erforschen, indem es sich nach Inspirationsquellen umsieht und verschiedene Ansätze skizziert, die sie verfolgen können.

Mittwoch: Die Gruppe schaut sich die am Dienstag erforschten Lösungen an und entscheidet, welche die besten Chancen haben, das Ziel für die Woche zu erreichen. Das Team erweitert dann diese skizzierten Lösungen zu Storyboards.

Donnerstag: Die Gruppe verwandelt die Storyboards in einen funktionierenden Prototyp, der den endgültigen Ansatz nachahmt und zum Testen bereithält.

Freitag: Der endgültige Prototyp wird potenziellen Anwendern gezeigt und auf seine Funktionsfähigkeit getestet.

Die Vorteile von Design-Sprints
Design-Sprints werden zu Recht mittlerweile bei sehr vielen Firmen eingesetzt. Er hilft alle beteiligten Schlüsselpersonen kennenzulernen und stellt sicher, dass jeder weiß, welches Produkt wirklich gebaut werden soll. Im Gegensatz zu einem Spezifikationsdokument hilft ein Designsprint, Missverständnisse darüber zu vermeiden, was das endgültige Ergebnis sein soll.

Prototyping und Skizzenerstellung reduzieren auch das Risiko völlig in die falsche Richtung zu laufen. Du kannst neue Dinge ausprobieren, und wenn sie nicht funktionieren, ist das in Ordnung. In Kombination mit den Anwendertests am Ende der Woche erhöht dies die Chancen, dass sich die endgültige Lösung in der Praxis bewährt. Aber der wahrscheinlich wertvollste Vorteil von Designsprints besteht darin, dass sie den Interessengruppen zeigen, wie wichtig es ist, Ideen mit echten Anwendern zu validieren. Allerdings sind Designsprints nicht ohne Herausforderungen. Die größte Herausforderung beim Ausführen eines Designsprint ist es, die richtigen Leute in den Raum zu bekommen. Menschen dazu zu bringen, eine ganze Woche in ihrem Kalender zu blockieren, ist schwierig, und eine Woche zu finden, in der jeder dies tun kann, ist noch schwieriger.

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Interview

Matthias Denke, UX Manager bei Axa

Matthias nimmt uns mit zu seinen Aufgaben als UX Manager bei Axa in Köln. Er erklärt uns, warum Axa innerhalb der letzten zwei Jahre Inhouse-Ressourcen aufgebaut hat und wie der erste Google Design Sprint verlaufen ist.

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