Hallo Mark, an welchen Projekten arbeitest du gerade?

Dies, das, Workshops, Startups, aber mal ernst: Mitte Juni geht endlich wieder ein längeres Mandat für einen größeren Retailer los, auf das ich mich besonders freue, da wir neben der Produktstrategie auch das Geschäftsmodell anpacken können. Bis dahin helfe ich in einem Startup beim Problem-Solution-Fit hauptsächlich mit Strategie, Produktmanagementmethoden und UX, daneben z.B. Tchibo mit einem Workshop zu agilen Methoden. Und wenn Zeit übrig bleibt oder eben am Wochenende, validieren wir gerade als Nebenprojekt ein Geschäftsmodell im Eventbereich mit einem noch sehr minimalen MVP.

Wie läuft für dich ein optimales Projekt ab? Was macht dir besonders Spaß und nach was für Projekten suchst du?

Ich mag da mal lokales und globales Optimum unterscheiden.

Lokale Optima: Viele Projekte können schön sein, wenn ich das Gefühl habe, ich konnte etwas bewegen. Das geht von einzelnen Workshops mit Startups, die danach ihre komplette Organisation und Produktsicht umkrempeln bis zu längeren Engagements, die Organisationen neue Methoden, Einsichten und Energie geben.

Globale Optima: Wo für mich der Spaß liegt, ist, wenn ich eine Idee von der klaren Ausformulierung, über Validierung von Strategie, Nutzenversprechen, Problem-Solution-Fit zum Product-Market-Fit begleiten kann. Sorry für die bescheuerten Anglizismen, aber ich kenne keine guten deutschen Entsprechungen. Bei Stuffle konnte ich das am eigenen Produkt ausprobieren und es gibt nichts, was an die Erfahrung heranreicht.

Jetzt möchte ich das an Kunden weitergeben. Aber als einzelner Freiberufler tut man sich schwer, Kunden den ganzen Prozess zu verkaufen. An einer Lösung dafür arbeite ich gerade.

Was sind die wichtigsten Learnings, die du in deiner beruflichen Laufbahn gemacht hast?

Wer sagt, dass ich etwas gelernt habe? Nein, aber im Ernst: Ich schätze es ist die Erfahrung,, dass man ohne Fehler nicht wirklich lernen kann. Und dass man etwas erst verstanden hat, wenn man es einem durchschnittlich intelligenten Unbeteiligten erklären kann. Und dass man Erfolg nur dann hat, wenn man nicht mehr recht haben muss, auch wenn mir das nicht einfach fällt.

Wie bleibst du auf dem Laufenden?

Twitter, Newsletter, Podcasts. Wobei mein Twitter-Feed seit letztem Jahr nochmal stark politisiert wurde und dadurch Digitales in den Hintergrund ging. Und inzwischen haben Medienorganisationen stark gegenüber einzelnen schlauen Menschen verloren. Deshalb meine Empfehlungen: Ben Thompson,, der Newsletter stratechery.com, mein einziges bezahltes Abo und der Podcast “Exponent”: Digitalstrategie, Business Strategie, Industrieeinsichten.

Wie folgt man Dir am Besten?

Twitter: @mark_jaeger

Welche Bücher kannst du zu deinem Thema empfehlen?

Lieber Mark, vielen Dank für die Beantwortung unserer Interviewfragen.