Hallo, an welchen Projekten arbeitest du gerade?

Seit 2016 bin ich Produktmanager fĂĽr Verzeichnisintegration bei Omnea und arbeite fortlaufend an der Implementierung weiterer Verzeichnisse sowie dem reibungslosen Betrieb des “Citation Managements” respektive aller APIs. Die Koordinierung und Wartung von ĂĽber 30 Verzeichnissen und APIs ist sehr herausfordernd und man lernt sehr viel. Nebenbei beschäftige ich mich zudem unter anderem mit den Berufsperspektiven von Geistes- und Sozialwissenschaftlern und habe diesbezĂĽglich das Projekt „Huciety“ ins Leben gerufen, dass ich sukzessiv vorantreiben möchte.

Wie läuft für dich ein optimales Projekt ab? Was macht dir besonders Spaß und nach was für Projekten suchst du?

Wichtig sind für mich klare Verantwortlichkeiten und bunt gemixte Teams, von denen jeder ganz unterschiedliche Kompetenzen hat, die sich dann im Idealfall wunderbar ergänzen. Nur so ist wirklich gewährleistet, dass ein Problem aus vielen unterschiedlichen Sichtweisen analysiert wird und die Gefahr eines Tunnelblicks gegen null geht.

Bei der Zusammenarbeit mit Entwicklern und agilen Methoden wie Scrum oder Kanban kann es schnell passieren, dass man das eigentliche Ziel aus den Augen verliert, weil man mit stetig wechselnden Anforderungen konfrontiert wird. Hier ist es essentiell, dass man eine langfristige Produktvision und kurzfristige Ziele, etwa auf Quartalsbasis festlegt. Innerhalb dieser Räume kann man sich dann bewegen und Prioritäten je nach Anforderungen ändern und neu sortieren.

Wenn diese grundlegenden Pfeiler gegeben sind und man mit einem super Team zusammenarbeiten kann, in dem jeder sein Handwerk versteht – gepaart mit einem Projekt oder Produkt, dass ein Problem löst – dann macht mir die Arbeit Spaß.

Was sind die wichtigsten Learnings, die du in deiner beruflichen Laufbahn gemacht hast?

Ich bin 2013 von der Uni gekommen und als Produktmanager direkt ins kalte Wasser gesprungen und musste als erstes lernen, dass ich eigentlich noch gar nichts kann. Egal, was man studiert hat, das Berufsleben ist einfach eine andere Welt und darauf kann man schwer vorbereitet werden. Daher sind in meinen Augen Offenheit, der Blick über den Tellerrand und die Bereitschaft, sich selbst immer weiter zu entwickeln, sehr wichtig. Ohne diese Einstellung könnte ich heute schwerlich mit APIs umgehen und mit Entwicklern interagieren, da ich primär einen geisteswissenschaftlichen Hintergrund habe. Die zweite Lektion war vermutlich, dass es nirgendwo perfekt läuft. Damit muss man auch erst mal lernen umzugehen und dann seinen Teil dazu beitragen, dass es besser wird, als es vorher war.

Wie bleibst du auf dem Laufenden?

Ich folge da eigentlich keinem festen Schema. Es ist ein Mix aus feedly, Facebook, Twitter, Google Alerts und Newslettern. Dort ist von Nachrichtenseiten bis zu Tech-Blogs alles mögliche vertreten.

Wie folgt man Dir am Besten?

Am besten auf Facebook, Twitter, Xing oder LinkedIn.

Welche BĂĽcher kannst du zu deinem Thema empfehlen?

Auf meinen Beruf bezogen würde ich unter anderem “Durch die Decke denken: Design Thinking in der Praxis”, “Business Model Generation” und “Value Proposition Design” nennen. Darüber hinaus habe ich in letzter Zeit eher Bücher über Selbstständigkeit und Unternehmertum gelesen: “Das 4-Stunden Startup”, “The Art of the Start 2.0”, “Die 4-Stunden Woche.”

Lieber Marco, vielen Dank fĂĽr die Beantwortung unserer Interviewfragen.