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Podcast Episode 48 – Anne Tempelmeier, UX Designerin bei HubSpot über Neurowissenschaften in der Produktentwicklung

am 26. Mai 2021

Mit über 880 Millionen US Dollar Umsatz und 4.500 Mitarbeitern gehört HubSpot zu den größten CRM Anbietern weltweit. Anne zeigt uns in dieser Episode, wie das Acquisition Team in der Growth-Abteilung von HubSpot wissenschaftliches Arbeiten nutzt, um bessere Entscheidungen bei der Produktentwicklung zu treffen und wie das AUX Rotational Program ihr den Einstieg in das UX Design ermöglichte.

Über den Podcast
Digitale Leute Insights ist der Podcast für Passionate Product People. Wir interviewen Top-Produktentwickler aus aller Welt und werfen einen tiefen Blick auf die Tools, Taktiken und Methoden digitaler Professionals und Unternehmen.
Host: Christoph Bresler

Von den Neurowissenschaften zum UX Design

Warum falten sich Proteine bei neurodegenerativen Krankheiten falsch und wie lässt sich das aufhalten? Wenn Anne Tempelmeier über ihr Studium der Neurowissenschaften in Köln spricht, merkt man, dass sie noch immer für das Thema brennt. Kein Tag sei wie der andere gewesen. Neben dem Hörsaal fand auch viel Forschung im Labor statt. Und doch fehlte der frisch gebackenen Absolventin der kreative Teil, den sie nebenher mit ihren Hobbies auslebte.

Ihre Versuche den Sprung vom Studium ins Design zu schaffen, beschreibt Anne als schwierig:

Ich finde es unglaublich schwer den Schritt in’s UX Design zu machen.

Nach einigen Versuchen findet sie bei HubSpot das 18-monatige AUX Rotational Program, auf das sie sich bewirbt und angenommen wird. Dort hat sie die Möglichkeit in unterschiedliche Abteilungen zu schauen. Sie bewirbt sich danach intern und arbeitet jetzt im Acquisition Team in der Growth-Abteilung.

Ihren Quereinstieg über die Neurowissenschaften kann sie heute als Superpower im Team nutzbar machen. Zum Beispiel wenn es um die Gestaltung von Call to Actions geht und sie sich den Restorff-Effekt zu nutze macht. Dieser beschreibt, dass sich der Mensch die von der Umgebung stark unterscheidenden Objekte besser merken kann. Oder der Einsatz von Gesichtern, die das Bindungshormon Oxytocin ausstoßen, um so die Versicherung zu bekommen: Alles ist gut, du musst nichts tun, was du nicht willst.

Zu einem Einsatz von Gesichtern kam es zum Beispiel beim von Grund auf neu designten Signup-Flow. Bei einer Studie kam heraus: Der Signup-Flow war funktional und tat was er sollte. Auf Aaron Walter’s “Hierarchy of User Needs”-Pyramide erfüllte dieser die ersten drei Stufen. Aber es fehlte eben die vierte: pleasurable.

Mehr über das Redesign des Signup-Funnels und wie das Team rund um Anne die Spitze der Pyramide erreichte, erfahrt ihr auf dem diesjährigen Digitale Leute Summit in Köln:
It’s all about experiments: data-driven redesign of the HubSpot sign-up funnel

LinkedIn: Anne Tempelmeier

Über den Host
Christoph Bresler ist Gründer von IT-Startups und Inhaber der Designagentur spacepilots aus Köln. Der gelernte Designer und Hochschuldozent legt seinen Fokus auf die Themen UX, UI, Usability im nutzerzentrierten Design für digitale Produkte.

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