Alexander Kaiser ist Designer und Inhaber der Pooliestudios. Er gew├Ąhrt uns einen Einblick in den Entwicklungs- und Testing-Prozess des Mitgliederportals f├╝r die Volksbanken Raiffeisenbanken. Er erkl├Ąrt uns, warum gutes Design sich vor allem durch Wirtschaftlichkeit auszeichnet und warum sich seine Designagentur zu einer Digitalagentur wandelt.

Vita

Alexander Kaiser sammelt bereits mit 16 erste Entwickler-Erfahrungen mit einem Supermodel-Blog, was ihm zwei Jahre sp├Ąter zu einer Stelle als Webmaster verhilft. Schule, Ausbildung und Studium bricht er ab. ├ťber Nico Lumma wird er aber auf die New Media Management GmbH aufmerksam, bei der er in den folgenden Jahren Plakatkampagnen und Webdesigns erstellt. Schlie├člich gr├╝ndet Alexander das Startup Plazaa. Nach einer kurzen Phase der Selbstst├Ąndigkeit gr├╝ndet Alexander im Jahr 2012 die Pooliestudios.

Tools
  • Asana
  • Sketch, Photoshop, Proto.io
  • Dropbox Team
  • Harvest
Empfehlungen
  • Blogs:┬áland-book.com,┬áawwwards.com
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Alexander Kaiser

Hallo Alexander, wie alt bist du, und welchen Titel hast du bei Pooliestudios?

Ich bin 33 Jahre und der Inhaber von Pooliestudios mit 20 Festangestellten. Gegen Ende des Jahres werden wir vermutlich 30 sein. Wir firmieren auch bald als GmbH um, dann kann oder muss ich mich wahrscheinlich Gesch├Ąftsf├╝hrer nennen.

Wie lange gibt es Pooliestudios schon?

Gegr├╝ndet habe ich Pooliestudios 2012 aus meinem Wohnzimmer heraus, als ich den Auftrag bekam meinpraktikum.de komplett neu machen. Kurz davor hatte ich mein Startup Plazaa gegen die Wand gefahren.

Digitale Leute - Alexander Kaiser - Pooliestudios - Der Name Pooliestudios kommt vom Nicknamen des Inhabers Alexander Kaiser. Poolie, weil er fr├╝her viele Bilder von sich an einem Pool postete.

Digitale Leute - Alexander Kaiser - Pooliestudios - Die Apple Watch hat Alexander wieder gegen eine normale Uhr eingetauscht.

Was war der Grund warum Plazaa gescheitert ist?

Plazaa w├Ąre erfolgreich gewesen, wenn wir wirklich viele Nutzer gehabt h├Ątten. F├╝r den K├Âlner Umkreis war das schon ganz okay. Als Google selbst mit Bewertungen ankam, ist Plazaa dann so langsam den Bach runtergegangen.

Aus dieser Startup-Phase habe ich mitgenommen, mich mehr auf mein Bauchgef├╝hl zu verlassen. Die Firma ist schnell skaliert, weil ein bisschen Geld da war. In der Situation habe ich ein St├╝ck weit die Kontrolle verloren, und die Mitarbeiter passten einfach nicht richtig gut zusammen.

Wann passt denn f├╝r dich ein Mitarbeiter?

Wenn ich Leute einstelle, dann stelle ich mir immer die Frage, ob ich mit denen ein Bier trinken w├╝rde. Wenn die Antwort nein ist, wird die Person auch nicht eingestellt. Das ist mein Credo. Wenn ich andere Firmen sehe, in denen zum Beispiel gesagt wird: ÔÇťMit den Sales-Leuten willst du nichts zu tun habenÔÇŁ, dann ist das nicht mein Anspruch.

Wenn ich Leute einstelle, dann stelle ich mir immer die Frage, ob ich mit denen ein Bier trinken w├╝rde.

Als Inhaber einer Designagentur: wieviel designst du noch?

Die ersten zwei, drei Jahre habe ich noch super viel designt. Mittlerweile hat sich das gedreht, und ich designe zu 20 Prozent meiner Zeit. Den Rest der Zeit k├╝mmere ich mich um Kunden und darum unsere Poolies happy zu machen. So nennen wir unsere Mitarbeiter.

Digitale Leute - Alexander Kaiser - Pooliestudios - Die Digitalagentur Pooliestudios hat aktuell 20 Mitarbeiter und stellt aber ein.

Digitale Leute - Alexander Kaiser - Pooliestudios - Alexander, der Inhaber der Pooliestudios im Gespr├Ąch mit einer Mitarbeiterin.

Digitale Leute - Alexander Kaiser - Pooliestudios - Der Inhaber der Digitalagentur Pooliestudios stellt ausschlie├člich Mitarbeiter ein, mit denen er auch ein Bier trinken w├╝rde.

Welche Rolle hast du in den Projekten?

Manche w├╝rden es Chief Digital Officer nennen. Aber wir w├╝rden uns nie solche Titel geben. Ich bin halt Berater. Und wir wollen immer von Anfang an mit dabei sein, weil wir das Digitale um ein Projekt herum verstehen. Wir sehen uns nicht nur als Design-Agentur, sondern auch als Entwicklungsagentur.

An welchen Projekten hast du zuletzt gearbeitet?

F├╝r das Mitgliedernetzwerk der Volksbanken Raiffeisenbanken haben wir ein Portal f├╝r 18 Millionen Mitglieder gebaut, mit dem Verg├╝nstigungen und andere Aktionen statt auf Papier, Fax oder mit Flyern auch digital funktionieren. Als Mitglied kannst du sogar an Votings teilnehmen, wenn es zum Beispiel darum geht das n├Ąchste Motiv f├╝r die Kreditkarte zu bestimmen. An einer App f├╝r das Portal sind wir auch gerade dran.

Ein anderes Projekt ist ein Fintech-Projekt f├╝r Capital Pioneers. Dabei geht es um den Aufbau eines digitalen Marktplatzes f├╝r qualit├Ątsgesicherte Investitionen in Sachwerte. Das gab es vorher noch nicht und ist super spannend, auch wenn es nicht direkt so klingt.

Bei beiden Projekten geht es darum einen alten Papierprozess zu digitalisieren. Beide sind zudem in der FinTech-Branche. Ist das euer Ding?

Ich h├Ątte jetzt nicht gesagt, dass das unser Ding ist, aber wir erhalten halt sehr viele Anfragen von Banken oder Fondsgesellschaften. Die haben derzeit oft nichts gutes Digitales oder machen ein bisschen Excel und arbeiten mit Software aus dem letzten Jahrtausend. Sie kommen auf uns zu und sagen: Hier ist ein Modell, was wir digital haben wollen. Und wir shippen das dann. Vielleicht ist das doch unser Ding.

Digitale Leute - Alexander Kaiser - Pooliestudios - Die Pooliestudios wandeln sich von einer Designagentur zu einer Digitalagentur, da sie mehr und mehr Entwickler einstellen.

Digitale Leute - Alexander Kaiser - Pooliestudios - Den Poolies geht ein Licht auf, und bald haben sie einen Pool auf der Terrasse.

Wie seid ihr beim Volksbanken-Projekt vorgegangen?

Die Beratungsgesellschaft Crossconsulting aus K├Âln hat einen ersten Entwurf des Projekts gemacht und den Volksbanken vorgestellt. Darin war bereits eine Zusammenarbeit mit uns vorgesehen, bei der wir schon in der Konzept- und Ideenfindungsphase dabei sind. Es ist oft so, dass wir Jobs ├╝ber das interne Netzwerk bekommen, oder ├╝ber Berater, die uns kennen. So war es auch in dem Fall.

Wie sieht die erste Phase genau aus?

Ein Digital-Stratege und ich gehen zum Kunden und machen erst mal ein Kick-Off Meeting, bei dem alle Positionen festgelegt werden. Zum Beispiel gibt es auf Kundenseite immer einen Product Owner, auf unserer Seite aber auch – wir nennen diese Position den Proxy-Product-Owner. Der wei├č, welche Features wichtig sind und welche davon in das MVP m├╝ssen und der die Prozesse beim Kunden steuert. Den stellen wir dem Kunden zur Seite.

Dann kommt es immer ein bisschen darauf an, wie der Kunde aufgestellt und wie die Herangehensweise ist. Bei den meisten Projekten finden wir normale Strukturen vor und machen dann einen Mix aus Wasserfall und Agile.

Es bringt nichts, wenn die Agentur agile arbeitet, aber der Kunde mit seinen Prozessen nicht hinterherkommt.

Warum kann man da nicht komplett agile herangehen?

Agile bedeutet ja nicht nur, dass die Agentur so arbeitet, sondern dass der Kunde seinen Pflichten in so einem Prozess auch nachkommen muss. Bei den Banken entscheiden Gremien und Projektteams in eher weniger agilen Strukturen. Bei neuen Projekten versuchen wir daher immer so viel agil wie m├Âglich durchzudr├╝cken. Aber das alleine ist schon viel Arbeit.

Digitale Leute - Alexander Kaiser - Pooliestudios - Neben dem Mac nutzt Alexander Kaiser auch das kleine iPad Pro, mit dem sich auch unterwegs gut arbeiten l├Ąssst.

Digitale Leute - Alexander Kaiser - Pooliestudios - Im Logo der Pooliestudios haben allerlei Tiere Platz.

Digitale Leute - Alexander Kaiser - Pooliestudios - Noch Inhaber, bald Gesch├Ąftsf├╝hrer der Pooliestudios GmbH.

Welche Aufgabe hat der Digital-Stratege?

Der Digital-Stratege befindet sich im engen Austausch mit dem Kunden und entwirft erste User-Stories und Wireframes, die er dann in Asana packt. Der Kunde wird in einen speziellen Slack-Channel eingeladen. Ich schaue mir die Entw├╝rfe dann an, sodass wir immer mindestens vier Augen im Prozess dabei haben. So ist es auch in der Konzeptionsphase: Es ist immer ein Designer, ein Frontendler oder ein Entwickler mit dabei, um zu schauen, ob das Sinn ergibt.

Was war beim Volksbanken-Projekt die gr├Â├čte Herausforderung?

Die gr├Â├čte Herausforderung war es, alle Mitgliedsbanken und deren Mitglieder in ein System zu bekommen. Das ist bei diesem Mitgliedernetzwerk noch mal ein bisschen komplizierter, da es nicht die eine gro├če, sondern sehr viele Banken und dazugeh├Ârige Mitglieder gibt, die alle eigene Ideen einreichen und abstimmen k├Ânnen sollen.

Welche Rolle spielt Testing bei den Pooliestudios?

Wir liefern nie nur ein Design, sondern zwei, die gegeneinander getestet werden. Wir wollen Designs liefern, die funktionieren und nicht einfach nur sch├Ân sind. Fr├╝her war es so, dass der Gesch├Ąftsf├╝hrer sagte: Das Design finde ich super, das geht jetzt online. Aber das ist ja irgendwie weltfremd. Denn ob das Design funktioniert oder nicht, ist ja nur eine These und niemand wei├č, ob das wirklich so ist.

Wir wollen Designs liefern, die funktionieren und nicht einfach nur sch├Ân sind.

Darum liefern wir immer zwei Designs: Eins, das dem Kunden gef├Ąllt, und eins, das wirklich anders ist, und von dem wir wollen, dass der Kunde es ausprobiert. Der Gewinner des A/B-Tests entscheidet dann. Und es ist uns egal, ob der Gesch├Ąftsf├╝hrer das toll findet oder nicht. Im Nachhinein finden es alle toll, weil es ein wirtschaftlicher Erfolg ist.

Digitale Leute - Alexander Kaiser - Pooliestudios - Noch ist Platz zum Wachsen: Bis zum ende des Jahres sollen 30 Mitarbeiter unter dem Dach Platz finden.

Wie habt ihr das beim Volksbanken-Projekt angewendet?

Beim Punkt ÔÇťIhre Bank mitgestaltenÔÇŁ ging es um ein Voting f├╝r das n├Ąchste Kreditkartendesign. Bislang war es so, dass der User auf die Seite kommt und erst mal ein riesiges Bild und einen Intro-Text sieht. Unsere These war: Das Bild erschl├Ągt einen, und der Text interessiert niemanden. Bei unserem Entwurf sah man also sofort vier Kreditkartenmotive und den dicken Knopf ÔÇťJetzt abstimmen.ÔÇŁ Und der Gewinner im A/B-Test war tats├Ąchlich dieser Entwurf.

Aber auch das ist ja nicht das letzte Design. Selbst nach Release testen wir immer weiter.

Wie genau funktioniert das?

Wir haben eine Mitarbeiterin, die nichts anderes macht, als sich die Zahlen in Optimizely anzugucken und eigenst├Ąndig immer weiter zu testen. Sie ist UX-Designerin und kann auch Frontend.

Wundern sich die Kunden nicht, wenn der Knopf auf einmal oben rechts statt links ist?

Eigentlich nicht, denn wir haben da im Laufe der Zeit eine Vertrauensbasis aufgebaut. Letztendlich ist es ja auch ein wirtschaftlicher Faktor, wenn wir st├Ąndig an den Stellschrauben drehen und die Conversion-Rate erh├Âhen. Bei einem M├Âbelshop haben wir zum Beispiel eine Conversion-Rate von vier Prozent. Wenn wir die auf f├╝nf Prozent bekommen, dann verkauft er pl├Âtzlich wesentlich mehr St├╝hle. Das lohnt sich.

Digitale Leute - Alexander Kaiser - Pooliestudios - F├╝r die Dachetage wurde erst k├╝rzlich eine Klimaanlage spendiert, damit die Poolies auch arbeiten k├Ânnen.

Digitale Leute - Alexander Kaiser - Pooliestudios - Bei allem was der Kunde sieht gilt das Vier-Augen-Prinzip, erkl├Ąrt Allexander Kaiser im Interview.

Digitale Leute - Alexander Kaiser - Pooliestudios - Als Inhaber designt Alexander Kaiser nur noch 20 Prozent seiner Zeit; die restliche Zeit geht f├╝r Kundenkommunikation und Mitarebiterpflege drauf.

Welche weiteren Tools nutzt ihr beim Testing?

Wir benutzen zu 50 Prozent Optimizely. Aktuell gehen wir aber in Richtung Google Optimize, das zeigen uns die Kundenw├╝nsche, und wir werden sukzessive darauf umstellen.

In welcher Programmiersprache entwickelt ihr am h├Ąufigsten?

Wir entwickeln ausschlie├člich auf PHP-Basis und vor allem mit dem Symfony Framework. Das machen wir unter anderem, weil wir ├╝ber die Jahre ein krasses Know-how dazu aufgebaut haben. Und Kunden aus dem Bankenumfeld stehen auch darauf und kommen mit moderneren Technologien oft weniger zurecht, da diese nicht in bestehende Infrastrukturen passen.

Welche Tools sind f├╝r dich pers├Ânlich wichtig?

Die User-Stories schreibe ich direkt in Asana, Wireframes und Designs in Sketch. Es gibt noch ein paar Kunden, die wollen, dass wir weiterhin Designs in Photoshop machen, aber das nimmt nach und nach ab. Wir nutzen aber auch Proto.io. Du l├Ądst deine Sketch-Datei hoch und kannst direkt mit dem Animieren anfangen.

Digitale Leute - Alexander Kaiser - Pooliestudios - Applaus f├╝r Alex Mitarbeiter: Alle Poolies, wie er sie nennt, sind noch immer Teil der Agentur.

Wie sieht es mit InVision aus?

Wir sind gerade von InVision zu Dropbox umgestiegen. InVision haben wir nur zum Sammeln von Kundenfeedback genutzt. Seit die neuste Version von Dropbox Team dies auch kann, ist InVision f├╝r uns obsolet. Da wir sowieso einen Dropbox-Account haben, konnten wir die 3.000 Euro im Jahr f├╝r die InVision-Lizenz sparen.

Was nutzen die Programmierer?

Die Entwickler nutzen GitLab f├╝r die Versionierung. Die Entwickler-IDE ist PhpStorm. F├╝r die Arbeitszeitverwaltung nutzen wir Harvest, das Tool Nummer Eins f├╝r alle Poolies.

Wie viele Entwickler habt ihr?

Wir haben aktuell sieben feste Entwickler und stocken auf.

W├╝rdest du sagen, ihr seid noch eine reine Designagentur?

Das ist gerade im Umschwung. In den letzten drei Jahren haben wir super viel designt. Kunden wollten aber immer mehr von uns, weil sie gemerkt haben, dass wir schon Peil von dem haben, was wir hier tun. Aus ein bisschen WordPress und ein bisschen Frontend wurde dann sowas wie ein Mitgliedernetzwerk f├╝r die Volksbanken. Mittlerweile w├╝rde ich uns als Digitalagentur bezeichnen.

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Lass uns ein wenig auf dich pers├Ânlich eingehen. Wie hast du gelernt zu designen?

Mein erster Kontakt mit dem Web war ├╝ber Super-Model-Blogs, die ich im Playboy-Umfeld gemacht habe. Da ging es um Galerieseiten von Models, ├╝ber die man Banner geschaltet und pro Klick Geld bekommen hat. Damals war ich 16 und bekam regelm├Ą├čig Schecks aus den USA, die ich aber nicht einl├Âsen konnte, weil ich minderj├Ąhrig war. Also musste ich die Schecks meiner Mama geben, die nat├╝rlich auch gefragt hat, woher ich die habe. Irgendwann habe ich es ihr erz├Ąhlt.

Wie ging es dann weiter?

Mit 18 habe ich die Handelsschule abgebrochen, bin einfach nicht mehr gegangen und habe mich bei einer Agentur in K├Âln als Webmaster beworben. Die fanden das mit den Super-Model-Seiten lustig und haben mich genommen. Dort startete ich eine Ausbildung zum Mediengestalter. Die ich dann aber ebenfalls abgebrochen habe. Ebenso wie den Studiengang zum Media-Producer am SAE-Institut. Damals hatte ich die┬áBlogplattform kulando.de gestartetund Nico Lumma kennengelernt, der mit blogg.de ebenfalls eine Blogplattform hatte. Der bloggte damals, dass Media Ventures einen Junior Art-Director suchte.

Darauf habe ich mich dann auch beworben und ab da Plakatkampagnen und Webdesigns bei Str├Âer f├╝r neu.de und pkw.de gemacht. Wir waren damals schon relativ fr├╝h mit dem Thema Conversion-Optimierung dabei. In diesen sechs Jahren habe ich sehr viel gelernt und durfte sehr viel ausprobieren.

Danach gr├╝ndete ich das Startup und dann Pooliestudios. Der Rest ist Geschichte.

Die Digitalagentur erstreckt sich ├╝ber zwei Etagen und liegt direkt am Hohenzollernring in K├Âln.

Digitale Leute - Alexander Kaiser - Pooliestudios - Neben K├Âln hat Pooliestudios nun auch ein B├╝ro in Berlin.

Was bedeutet eigentlich Pooliestudios?

Poolie ist mein Nickname. Wir hatten damals bei meinen Eltern einen Swimmingpool im Garten. Und weil ich immer Fotos gepostet habe, auf denen ich im Garten am Pool gearbeitet habe, nannte einer meiner Kollegen mich immer Poolie. Seit dem habe ich den Namen.

Dann braucht ihr in der Agentur nur noch einen Pool.

Das stimmt allerdings. Wir bekommen in den n├Ąchsten Monaten noch eine Terrasse dazu. Dort wird dann auch ein Pool stehen.

Was m├╝ssen Bewerber mitbringen?

Sowohl bei Designern als auch bei Entwicklern ist es mega wichtig, dass sie schon mal etwas gemacht haben. Gerade im Designbereich kennt man uns jetzt schon ein bisschen, und wir bekommen recht viele Bewerbungen rein. Das sind meist keine echten digitalen Arbeiten, sondern irgendwelche Printflyer oder Plakate aus dem Studium. Aber was wir sehen wollen, sind Projekte, die sie aus eigenem Antrieb heraus entworfen haben, beispielsweise mal ein App-Design oder ein Apple-Watch-Interface.

Als Entwickler empfehle ich einen aktiven Github-Account zu haben und mal Code zeigen zu k├Ânnen. Das ist einfach unschlagbar.

Was sind wichtige Themen und Trends?

Die Zukunft ist f├╝r uns als Agentur von Anfang an bei einem Projekt dabei zu sein. Egal ob bei Startups oder gro├čen Konzernen, es ist extrem wichtig einen Experten von Anfang an mit dabei zu haben, der den gesamten Kontext ├╝berblickt und versteht, wohin der Kunde will. Nur so l├Ąsst sich auch wirtschaftlich sinnvoll arbeiten. Das ist jetzt das gro├če Ding, und so setzt man heute Projekte um.

Die Zukunft ist f├╝r uns als Agentur von Anfang an bei einem Projekt dabei zu sein.

Wie h├Ąltst du dich auf dem Laufenden?

Meine Lieblingsseiten sind land-book.com, awwwards.com und dribbble.com und ich habe jetzt wieder angefangen wie im Jahr 1990 RSS-Feeds in einen Reader zu packen. Da lese ich ab und zu. Jeden Morgen lese ich die Kaffeepause von digitalgefesselt.de. Au├čerdem gucke ich als der erste deutsche noch aktive Twitter-Nutzer mit der ID 1318 auch oft dort rein.

Vielen Dank f├╝r das Interview.

Dieses Interview wurde am 29. Mai in den R├Ąumlichkeiten der Pooliestudios gehalten.

Digitale Leute - Alexander Kaiser - Pooliestudios - Von der heimischen Couch in das coole Office im Herzen K├Âlns.

Webseite: Pooliestudios