Hallo Gregor, an welchen Projekten arbeitest du aktuell?

Das Interessante an meiner Arbeit bei etventure ist, dass ich in sehr viele verschiedene Projekte eingebunden bin. Vom Screening neuer Startup-Ideen für den etventure Startup Hub über das Sparring bei Digitalisierungsprojekten im Bereich Corporate Innovation bis hin zu den kleinen und großen Herausforderungen beim Aufbau eines Product Teams in einem wachstumsorientierten Umfeld.

Inhaltlich beschäftige ich mich aktuell sehr stark mit Smart City, Smart Living und datenbasierten Geschäftsmodellen. Strukturell geht es viel um nutzerzentrierte Entwicklung, Lean Startup Methodik und die Skalierung von agilen Product Teams. Das klingt nach Buzzword Bingo, sind aber trotzdem sehr interessante Themen.

Wie läuft für dich ein optimales Projekt ab, was macht dir besonders Spaß und nach was für Projekten suchst du?

Bei einem optimalen Projekt entsteht ein Ergebnis, dass eine positive Wirkung erzielt. Für den Kunden, für das Produkt oder für die Projektbeteiligten in Form einer wirtschaftlichen oder persönlichen Weiterentwicklung.

Das klingt vielleicht banal, aber letztendlich ist es das, worauf es ankommt. Man kann ein großartiges Team mit einem stattlichen Budget haben und ein handwerklich perfektes Produkt erzeugen. Wenn im Endeffekt nichts bewirkt wurde, dann war es möglicherweise nur ein schöner Zeitvertreib. Auf der anderen Seite kann ein Projekt chaotisch sein, es kann Stress und Konflikte geben, aber wenn man gemeinsam als Team wirklich etwas verändert hat, dann war es das wert. Und dann war es aus meiner Sicht ein gutes Projekt, auch wenn einzelne Teilaspekte möglicherweise nicht optimal verliefen.  

In seiner Last Lecture hat Randy Pausch gesagt:

“Experience is what you get when you didn’t get what you wanted. And experience is often the most valuable thing you have to offer.”

Ein gutes theoretisches Grundverständnis ist für die digitale Produktentwicklung unerlässlich, aber es kann die Erfahrung aus ambitionierten Projekten mit ungewissem Ausgang nicht ersetzen. Daher suche ich auch regelmäßig nach Projekten, die mich dazu zwingen die eigene Komfortzone zu verlassen.

Was sind die wichtigsten Learnings, die du in deiner beruflichen Laufbahn bisher gemacht hast?

Wie bleibst du auf dem Laufenden?

Ich halte die Auge offen. Heutzutage ist es gar nicht so einfach nicht auf dem Laufenden zu bleiben. Die eigentliche Herausforderung ist daher tatsächlich eher das Herausfiltern und Einordnen von wertvollen Informationen.

Deswegen versuche ich neben Twitter, Facebook, TED-Talks, News-Seiten, den Info-Channels auf Slack und diversen Podcasts auch regelmäßig ein Buch zur Hand zu nehmen, um bei den Themen, die mich neugierig machen oder die mir weiterhelfen, mehr über die Hintergründe zu erfahren.   

Welche Blogs, Bücher etc. kannst du empfehlen?

Beruflich schaue ich regelmäßig bei “Mind the Product” rein. Unterwegs höre ich auch häufig Podcasts. Aktuell sind unter anderem  “Productish”, “This is Product Management”, “Future Thinkers Podcast” und “Filterblase” von t3n auf meiner Playlist.

Eine Buchempfehlung hängt immer stark davon ab, welches Thema einen gerade beschäftigt. Aber mal abgesehen von den fachspezifischen Klassikern wie “Don’t make me think”, “The Innovator’s Dilemma” oder eben “Lean Startup” würde ich jedem, der auf täglicher Basis mit Menschen zu tun hat, “Thinking, Fast and Slow” von Daniel Kahnemann empfehlen.

Wo folgt man dir am besten?

Ich beschäftige mich quasi täglich mit den Chancen und Risiken von Innovation und digitaler Transformation in der Wirtschaft. Dabei bleibt es nicht aus, dass man sich auch Gedanken über die Folgen für andere Bereiche macht, wie zum Beispiel Gesellschaft, Politik, Bildung und Kultur. Ideen und Gedanken dazu verarbeite ich in unregelmäßigen Abständen bei futureproofworld.com. Bei Twitter findet man mich unter @_gregorilg.

Gregor, vielen Dank für die Beantwortung der Fragen!