Hallo Gero, an welchen Projekten arbeitest du aktuell?

Im Moment arbeite ich viel für unseren Kunden Berlin-Chemie. Wir entwickeln dort eine Content-Plattform zur Unterstützung der Arzt-Patienten-Kommunikation. Dazu setzen wir die Plattform auf Basis von PHP Symfony und einem CMS um. Daran sind permanent 3-4 Entwickler beteiligt. Das Projekt setzen wir komplett aus der Agentur heraus um. Beim Kunden vor Ort sind wir nur sehr selten.

Ein neues Projekt in unserem Portfolio ist bei der ZMG. Dort bauen wir in einem sehr agilen Projekt auf Symfony-Basis und SemanticUI eine Plattform zur Organisation von Marktforschungsstudien auf.

Was ist das ideale Projekt für dich?

Das Projekt mit der ZMG kommt dem schon sehr nah – ich arbeite am Liebsten agil mit dem Kunden auf Basis von “Time and Material”. “Fixed price, fixed time” wird eigentlich immer schwieriger. Die Projekte sind meist so komplex, dass man gar nicht alle Herausforderungen voraussehen kann. Außerdem entwickelt sich das Projekt im Laufe der Zeit und mit einer agilen Arbeitsweise kann man immer wieder neue Prioritäten setzen.

Mit unserem Kunden sind wir in ständigem Kontakt über Slack und alle 2 Wochen haben wir ein Release und darauf folgend interne Nutzertests. Zugriff auf unser Ticketsystem Redmine hat der Kunde auch und manchmal arbeitet er da auch rein. Toll an dem Projekt ist, dass der Kunde auch wirklich agil denkt und da voll mitzieht. Wir versuchen immer mehr in die Richtung zu gehen, dass wir “Produkte” mit dem Kunden entwickeln anstatt in Projekten zu denken.

Teilweise verstärken Leute aus unserem Team auch Kunden längerfristig vor Ort. Das ist eine tollen Möglichkeit mal in eine andere Firma reinzuschauen, um mal zu sehen, was die anderen so machen.

Was sind die wichtigsten Learnings, die du in deiner beruflichen Laufbahn bisher gemacht hast?

Es ist für mich nach all den Jahren wirklich wichtig, mit angenehmen Menschen zusammen zu arbeiten. Zum Glück ist das aber auch meistens so, ansonsten verzichten wir schonmal auf ein Projekt.

Ich habe vor allem durch meine Erfahrungen im STARTPLATZ gemerkt, dass es wichtig ist, auf Meetups und ähnliche Events zu gehen, um gleich- oder ähnlich-gesinnte zu treffen. Wenn man das nicht tut, kommt man als Entwickler häufig nicht aus seinem Dunstkreis heraus. Da lohnt es sich auch immer, mal Sachen anzuschauen, die man noch nicht macht. Zum Beispiel andere Technologien oder verwandte Themen wie Growth Hacking oder Online Marketing. Die Inspiration, die man bekommt, wenn man über den Rand seiner eigenen Disziplin hinausschaut, ist sehr bereichernd. Das hat mich wirklich weitergebracht. Ich hätte das viel früher machen sollen.

Das Interdisziplinäre ist auch in der Projektarbeit zentral für mich. Es funktioniert immer am besten, wenn Leute mit verschiedenen Interessen und Hintergründen sich annähern und eine Balance zwischen den Eigeninteressen der beteiligten Abteilungen bzw. Individuen entsteht. Ansonsten bekommst du goldene Interfaces vom Designer oder Türme von High-end Servern von den Sysadmin.

Wie bleibst du auf dem Laufenden? Welche Blogs kannst du empfehlen?

Tatsächlich lese ich relativ wenig Hackernews oder ähnliches. Ich versuche, mich nicht so stark berieseln zu lassen. Wenn ich aktiv eine Antwort auf etwas Spezielles suche, dann komme ich natürlich auch bei den üblichen Quellen raus. Über persönliche Gespräche bei einer Usergroup oder auf einem lokalen Meetup bekomme ich allerdings viel Input über Neues. Die Ausnahme ist vielleicht Facebook, da bieten mir die Leute in meinem Netzwerk dann doch viel Interessantes an. Da komme auch ich manchmal nicht drum herum in die Tiefen der Techforen abzugleiten.

Wo folgt man dir am besten?

In Social Media bin ich beruflich nicht so aktiv. Wahrscheinlich am Besten über Twitter:  https://twitter.com/ge_o

Gero, vielen Dank für die Beantwortung der Fragen!